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Mit der Schrift tanzen – Asemic Writing

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Mit der Schrift tanzen – Asemic Writing

Wir sind umgeben von Bildern und Schrift, lesbarer Schrift. Natürlich erfinden Texter schon einmal neue Worte, vor denen man erst einmal fragend steht: winterfest, Verhaarungscreme, Einkehrung, Ankerzentren, usw. Ob sie eine Bedeutung haben, sinnvoll sind oder vielleicht sogar etwas verstecken wollen, sei dahingestellt. Immerhin kann man sie lesen, sie sind mit lesbaren Zeichen geschrieben und haben noch einen sprachlichen Bezug.

“Asemisches Schreiben” bezeichnet ein Schreiben ohne sprachlichen Bezug. Das Geschriebene ist entweder nicht lesbar oder beim Schreiben schon mit Absicht als nicht lesbar gestaltet. Eine asemische Handschrift verwendet keine bekannten Zeichen, oft ist es der Gestus, der Ausdruck, das Schriftbild, das in den Vordergrund rückt (siehe Bild 1).  Das Handgeschriebene wird Ausdruck eines Gedankens, wird Bewegung, hat Dynamik und hält ein Geheimnis fest gleich einer Geheimschrift (Beispiele in den Bildern von Cy Twombly). Es gibt natürlich auch ein “asemisches Schreiben”, das Zeichen benutzt, die dem Leser unbekannt sind und deswegen auch keine Bedeutung haben (siehe Bild 2 – eine Seite aus dem Voynich Manuskript, ein Buch, das bis heute nicht enträtselt (decodiert) ist.

“Asemisches Schreiben” bildet damit gerade den Gegensatz zu dem, was Schrift heute leisten muss: alles muss Bedeutung haben. Wir leben in einer Welt des Kodierens und Dekodierens von Nachrichten aller Art, die Inhalte werden zu Zeichenfolgen abstrahiert. Meist auch noch durch Einsatz von Maschinen. Mit Asemic Writing lösen wir uns von der Funktionalität und Zweckmäßigkeit.

In diesem Kurs werden wir uns dem “Asemischen Schreiben” in zwei Richtungen nähern: von einem lesbaren Text zu einem gestischen Ausdruck kommen, in dem das Schriftbild die inhaltliche Bedeutung aufnimmt und in einen handschriftlichen Gestus überleitet (ähnlich dem Bild 1). Die zweite Richtung folgt eher dem Bild 2. Es wird eine Collage aus einem Bild und einem asemischen Text bestehen, der mit unbekannten Zeichen geschrieben den Inhalt oder das Dargestellte beschreibt.

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Artikelnummer: AW2020- Kategorie:

Produktbeschreibung

Mit der Schrift tanzen – Asemic Writing

Wir sind umgeben von Bildern und Schrift, lesbarer Schrift. Natürlich erfinden Texter schon einmal neue Worte, vor denen man erst einmal fragend steht: winterfest, Verhaarungscreme, Einkehrung, Ankerzentren, usw. Ob sie eine Bedeutung haben, sinnvoll sind oder vielleicht sogar etwas verstecken wollen, sei dahingestellt. Immerhin kann man sie lesen, sie sind mit lesbaren Zeichen geschrieben und haben noch einen sprachlichen Bezug.

“Asemisches Schreiben” bezeichnet ein Schreiben ohne sprachlichen Bezug. Das Geschriebene ist entweder nicht lesbar oder beim Schreiben schon mit Absicht als nicht lesbar gestaltet. Eine asemische Handschrift verwendet keine bekannten Zeichen, oft ist es der Gestus, der Ausdruck, das Schriftbild, das in den Vordergrund rückt (siehe Bild 1).  Das Handgeschriebene wird Ausdruck eines Gedankens, wird Bewegung, hat Dynamik und hält ein Geheimnis fest gleich einer Geheimschrift (Beispiele in den Bildern von Cy Twombly). Es gibt natürlich auch ein “asemisches Schreiben”, das Zeichen benutzt, die dem Leser unbekannt sind und deswegen auch keine Bedeutung haben (siehe Bild 2 – eine Seite aus dem Voynich Manuskript, ein Buch, das bis heute nicht enträtselt (decodiert) ist.

“Asemisches Schreiben” bildet damit gerade den Gegensatz zu dem, was Schrift heute leisten muss: alles muss Bedeutung haben. Wir leben in einer Welt des Kodierens und Dekodierens von Nachrichten aller Art, die Inhalte werden zu Zeichenfolgen abstrahiert. Meist auch noch durch Einsatz von Maschinen. Mit Asemic Writing lösen wir uns von der Funktionalität und Zweckmäßigkeit.

In diesem Kurs werden wir uns dem “Asemischen Schreiben” in zwei Richtungen nähern: von einem lesbaren Text zu einem gestischen Ausdruck kommen, in dem das Schriftbild die inhaltliche Bedeutung aufnimmt und in einen handschriftlichen Gestus überleitet (ähnlich dem Bild 1). Die zweite Richtung folgt eher dem Bild 2. Es wird eine Collage aus einem Bild und einem asemischen Text bestehen, der mit unbekannten Zeichen geschrieben den Inhalt oder das Dargestellte beschreibt.

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